Berichte – Puente e.v. Kinderhilfsprojekt https://puente-trujillo-peru.com Brücke zwischen Mainz, Wiesbaden und Trujillo, Peru Tue, 12 Dec 2023 17:26:36 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.9.4 https://puente-trujillo-peru.com/wp-content/uploads/2019/03/cropped-Neue-Kopfzeile-puente-klein-150x150.jpg Berichte – Puente e.v. Kinderhilfsprojekt https://puente-trujillo-peru.com 32 32 Puente Santa Rosa – Die Doku https://puente-trujillo-peru.com/puente-santa-rosa-die-doku/ Mon, 13 Nov 2023 09:17:49 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2655
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Reisebericht 2023 https://puente-trujillo-peru.com/reisebericht-2023/ Fri, 12 May 2023 20:18:13 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2682 Liebe Mitglieder, Spender und Paten, nach der langen Corona-Pause
haben wir zweimal das Projekt besucht, zuletzt Dezember, Januar 23.

Im August 22 haben wir die 4 neuen Freiwilligen empfangen, die nach der
Coronapause mithilfe der Diakonie Kassel in die fertiggestellten Räume auf dem
Puente-Gelände eingezogen sind.
Sie konnten sich relativ schnell und hilfreich in Puente und der Schule
für “spezielle Kinder”, (wie sie in Peru genannt werden) einarbeiten.
Leider mußte der Aufenthalt eines Freiwilligen wegen Erkrankung
nach einem halben Jahr abgebrochen werden. Hilfsangebote vonseiten
der Diakonie, Puente-Mitarbeitern und mehreren Ärzten und Therapeuten
wurden von dem Betreffenden abgelehnt. Die so noch nie erlebte gesamte
Situation war für alle Beteiligten sehr belastend.
Nach langem hin und her, gelang es einem Arzt und Sanitäter der
Versicherung, die Rückführung durchzuführen.
Vorübergehend haben wir an einem weiteren Einsatz von Freiwilligen gezweifelt,
weil wir das ursprünglich als “Entwicklungshilfe” für deutsche Jugendliche
gedacht haben, so wie es für mich (Lisa Rauber) mit 19 Jahren war
und die Folge eine lebenslange Verbindung mit Peru ist.
Bei der Auswahl werden wir in Zukunft mehr darauf achten,
ob echtes soziales Engagement im Vordergrund steht oder es mehr
um “Happening und Exotik” geht.
Diese beiden Freiwilligen (rechts und links) haben sogar den in Trujillo
berühmten Tanz Marinera gelernt und uns an Weihnachten vorgeführt.
Seit mehreren Jahren unterstützen uns zwei peruanische Geschwister
jeden Samstag als Freiwillige. Diego wird Ingenieur und Fiorella hat
gerade ihr Staatsexamen in Medizin bestanden.
Während der Coronazeit waren alle Schulen in Peru für 2 Jahre geschlossen,
was fatale Folgen für alle Kinder aus prekären Verhältnissen hat.
Die Kinder von Puente wurden mit Hilfe des Rotaryclubs Ingelheim und des
Gymnasiums St. Ursula mit Tablets und teilweise mit Internet ausgestattet,
sodaß sie weiterhin unterrichtet wurden.
Auch ehemalige Freiwillige aus Deutschland halfen aus der Ferne mit,
indem sie weiter Englisch unterrichteten. Dafür bedanken wir uns
hiermit nochmal offiziell.
Bei jedem Besuch gibt es ein Treffen mit den Studierenden
(aktuell 13) und wir besprechen ihre Sorgen und Nöte.
Zum Beispiel gibt es in Peru die absurde Realität, daß die Unis
für das Abschlusszeugnis 1000 Dollar verlangen, sodaß die Absolventen
bis zu einem Jahr einem Job nachgehen müssen, um diese Summe bezahlen
zu können und dann können sie erst eine entsprechende Arbeit suchen.
Mariana hat dieses Jahr ihr Examen als Krankenschwester bestanden und
mit ihrem Jahrespraktikum im Hospital Regional begonnen.
Krankenschwestern werden in Peru mehr geachtet als in Deutschland.
Sie können eine eigene Praxis eröffnen oder sogar promovieren um eine
Lehrtätigkeit ausüben zu können. Das ist Marianas Ziel. Sie war ihr gesamtes
Studium über die Beste ihres Jahrgangs, sodaß wir am Jahresende die gezahlten
Studiengebühren zurück bekamen. Sie wird in dem neuen Film von Lars Storm
und Markus Grollmus interviewt. (siehe Homepage www.puente-trujillo-peru.com)
Die beiden sind Paten und organisieren jedes Jahr ein Hoffest in Ingelheim
mit leckerem Essen und Musik. Den Erlös spenden sie Puente.
Auch in Peru wollen durch die Propaganda der privaten Universitäten
alle Jugendlichen studieren und es gibt einen großen Mangel an Handwerkern.
Deshalb freut es uns umso mehr, daß es jetzt 2 Lehrlinge in unserer Schreinerei gibt,
eine Schülerin Schneiderin wird, eine Andere eine Kochausbildung begonnen hat,
eine Weitere eine Kosmetikausbildung.
Durch die Spende von Stefan und Andrea de Greiff wurde ein Nachbargrundstück
gekauft und dort ist die Schreinerei eingezogen und es wurden 3 kleine Häuser
im Rohbau fertiggestellt, die in Not geratenen Puente-Familien vorübergehend
zur Verfügung gestellt werden sollen. (z.B.wurde durch die Überschwemmung
aktuell das gesamte Haus einer Puente-Familie weggespült)

Bei ihrem letzten Besuch in Trujillo wurden Andrea und Stefan de Greiff
auch Mitglieder des peruanischen Vereins Puente Santa Rosa Alper.
Bei unserer letzten Mitgliederversammlung in Mainz gab es auch einige
Veränderungen, die wir allerdings aus formalen Gründen nochmal in der
nächsten Versammlung abstimmen müssen.

Die Bescheinigungen für dieses Jahr wurden noch von Frau Kaffrell Vomhof
ausgestellt. Für die Zukunft wird dies und das Abrechnungswesen vom Büro
von Stefan de Greiff pro bono übernommen, was eine sehr große Entlastung
für mich und auch Frau Kaffrell bedeutet, da wir beide nicht mehr die Jüngsten sind.
Wir freuen uns sehr, daß die Zukunft von Puente gesichert ist, weil nur nachhaltige
Projekte wirklich etwas verändern können, wenn auch nur in einem kleinen Bereich.
Wir fliegen am 11. Juni wieder nach Peru und werden dann zeitnah eine neue
Mitgliederversammlung einberufen.

Mainz, den 10.5.2023
Lisa und Jürgen Rauber

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Neues Grundstück – Schreinerwerkstatt zieht ein https://puente-trujillo-peru.com/neues-grundstueck-schreinerwerkstatt-zieht-ein/ Tue, 27 Apr 2021 15:20:15 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2481
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Puente – Rundbrief 2020 https://puente-trujillo-peru.com/puente-rundbrief-2020/ Fri, 01 Jan 2021 18:35:52 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2413

Liebe Mitglieder, Spender, Paten und Freunde,

Das Jahr 2020 wurde auch in Peru von Covid beherrscht. Das Land verzeichnet die höchsten Todeszahlen in Relation zur Bevölkerungszahl nach den USA. Viele Ärzte, Pfleger und Polizisten sind verstorben.

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Liebe Mitglieder, Spender, Paten und Freunde

Das Jahr 2020 wurde auch in Peru von Covid beherrscht. Das Land verzeichnet die höchsten Todeszahlen in Relation zur Bevölkerungszahl nach den USA. Viele Ärzte, Pfleger und Polizisten sind verstorben. Es gab auch einige Infektionen in den Puente-Familien. Leider ist ein Vater von 4 Kindern verstorben. Wir selbst betrauern den Tod einer langjährigen (40 Jahre) Freundin, die mit 70 verstorben ist und deren gesamte Familie infiziert ist. Die Ausgangssperre konnte von den meisten Menschen (70% der Arbeit ist informell) nicht eingehalten werden, sodass die Nahrungsmittelbeschaffung im Vordergrund stand.

Der Präsident hatte staatliche Unterstützung organisiert, die aber bei den Ärmsten nicht ankam. Außerdem hat das Parlament die Situation ausgenutzt und den Präsidenten Vizcarra, der offen gegen die Korruption kämpfte, abgesetzt. Im April gibt es Neuwahlen und es ist unklar, wie sich die Situation weiter entwickelt. Zu unserer großen Überraschung ist es gelungen, die Arbeit in Puente aufrecht zu erhalten. Der wichtigste Punkt war, dass die Lehrerin Rosa täglich zur Verfügung stand und die Anschaffung von Laptops sowie Internetzugang (teilweise über Handys) für alle Kinder. Zum Glück ist in Peru das Internet besser als hier. Hierzu hat der Rotaryclub Ingelheim uns finanziell unterstützt.

Zu unserer großen Überraschung ist es gelungen, die Arbeit in Puente aufrecht zu erhalten. Der wichtigste Punkt war, dass die Lehrerin Rosa täglich zur Verfügung stand und die Anschaffung von Laptops sowie Internetzugang (teilweise über Handys) für alle Kinder. Zum Glück ist in Peru das Internet besser als hier. Hierzu hat der Rotaryclub Ingelheim uns finanziell unterstützt. Im Januar werden noch zusätzlich Reader angeschafft, damit die Kinder weiter lesen. Es wird ein Buch pro Woche ausgesucht und die Kinder schildern über Skype den Inhalt des Gelesenen.  Während des Lockdowns fand der Unterricht virtuell statt und jetzt ist Rosa mehrmals pro Woche in Puente mit den notwendigen Hygienemaßnahmen. In Peru sind die Schulen seit März 20 bis März 21 geschlossen. Das bedeutet, dass die meisten Kinder ein Jahr verlieren.

Mariana hat wieder den 1. Platz in ihrem Krankenschwesternstudium erreicht und die private Uni hat uns die gezahlten Gebühren zurückgezahlt.

Etwa alle 4 Wochen haben wir den Kindern, die regelmäßig am Unterricht teilnahmen und ihre Prüfungen bestanden haben, Lebensmittel geliefert. Diese wurden zum großen Teil von den Masken die eine Patin genäht hat finanziert. Bisher kamen so mehr als 8.000 Euro zusammen.

Wir haben unsere Besprechungen über ZOOM durchgeführt und standen in regelmäßigem Austausch. Die Krise hat den Zusammenhalt in Puente sehr gefördert, weil allen Beteiligten deutlich geworden ist, wie wichtig diese Unterstützung ist.

Wir hoffen sehr, dass wir im Laufe des nächsten Jahres wieder hinfliegen können und bedanken uns erneut für Ihre Treue und nachhaltige Unterstützung.

Wegen Corona wird die nächste Mitgliederversammlung erst 2021 stattfinden. Wir wünschen schöne Weihnachten und vor allem Gesundheit!

Mainz, den 14.12.2020
Lisa und Jürgen Rauber

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Corona-Hilfe – Puente e.V. spendet Lebensmittel https://puente-trujillo-peru.com/corona-hilfe-puente-e-v-spendet-lebensmittel/ Sat, 07 Nov 2020 20:15:14 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2398 ]]> Corona-Hilfe – Puente e.V. spendet! https://puente-trujillo-peru.com/corona-hilfe-puente-e-v-spendet/ Wed, 10 Jun 2020 18:50:47 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2339 Danke allen Spendern! Sie ermöglichen das Puente e.V. in der Corona-Krise unseren Familien Unterstützung mit dringend gebrauchten Lebensmittelpaketen gegeben wurden. Für den digitalen Unterricht konnten Laptops zur Verfügung gestellt werden! Vielen Dank an alle unsere Unterstützer!!


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Corona in Peru – April2020 https://puente-trujillo-peru.com/corona-in-peru-april2020/ Mon, 13 Apr 2020 19:32:09 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2323 Liebe Freunde und Spender, hier ein kurzer Zwischenbericht über die Situation in Peru.

Dort gibt es eine Ausgangssperre, nur zum Einkaufen bis 16.00 Uhr ist Ausgang erlaubt. Mo, Mi und Fr für Männer und Di, Do und Sa für Frauen. Da die Eltern der Kinder von den Tageseinnahmen leben, haben sie kein Einkommen mehr. Deshalb haben wir die wichtigsten Lebensmittel gekauft und verteilen sie jetzt an die Familien. Das Gesundheitssystem ist Corona auf keinen Fall gewachsen, deshalb hat Präsident Vizcarra diese harten Maßnahmen verfügt. 

In einigen Wochen wollten wir die Lebensmittelverteilung wiederholen. 

Die Situation ist ernst, vor allem, weil es den Peruanern so viel Vergnügen bereitet, Regeln zu umgehen. In den Armenvierteln halten sie sich nicht an die Verbote. Es bleibt nur zu hoffen… 

Besorgte Grüße 
Lisa Rauber

Mainz, den 10.04.2020

 

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Reisebericht 2019/2020 https://puente-trujillo-peru.com/reisebericht-2019-2020/ Wed, 01 Apr 2020 11:10:37 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2295
Liebe Mitglieder, Paten und Spender,

langsam kommen unsere Bemühungen zum Ziel. Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, endlich ein zuverlässiges Team vor Ort zu haben. Es war eine gute Entscheidung, die venezolanische Familie aufzunehmen.

Die beiden Jungs entwickeln sich hervorragend, sind kommunikativ, sozial und sehr gut in ihren schulischen Leistungen. Ihr Vater Marlon hilft bei dem aktuellen Ferienprogramm mit. Er leitet einen Schwimmkurs (obwohl das Meer so nah ist, können die meisten Kinder nicht schwimmen) und einen Schachkurs.

Wie in Peru üblich, bleibt es nicht beim Spaß, sondern es wird gleich ein Wettbewerb daraus gemacht, die begehrten vorderen Plätze zu ergattern.

Danach ein Besuch mit den Freiwilligen im Einkaufszentrum.
Die aktuelle Lage der Flüchtlinge in Peru ist sehr schwierig, weil Maduro (Präsident von Venezuela) wohl die Gefängnisse geöffnet habe und es deshalb täglich kriminelle Handlungen von venezolanischen Banden gebe. Eins unserer Mädchen ist auch betroffen. Sie wurde entführt und erst 48 Stunden später wieder gefunden. Ihr Körper war übersät mit blauen Flecken. Sie befindet sich jetzt in therapeutischer Behandlung. In der Bevölkerung führt das zu sehr viel Angst und Reaktionen, wie wir sie hier aus der rechten Szene kennen.

Weihnachten wurde wie jedes Jahr mit Musik und Geschenken gefeiert.

Das Friseurprojekt scheint jetzt endlich zu beginnen. Es war ein schwieriges Vorhaben und ich (Lisa Rauber) habe oft mit dem Gedanken gespielt, die Flinte ins Korn zu werfen.

Die peruanischen Strukturen sind echt schwer zu durchschauen. Durch die vielen Hilfsangebote, die es über die Jahre für Peru gegeben hat, steht das Nehmen im Vordergrund und soziales Engagment ist viel weniger vorhanden als bei uns. Das merken wir auch daran, dass wir immer wieder gefragt werden, wieviel wir an Puente verdienen. Außerdem wird davon ausgegangen, dass wir unsere Flüge von den Spendengeldern bezahlen.

Zur augenblicklichen Ferienzeit gibt es Unterricht in Kunst (mit den Freiwilligen bemalen sie die Mauer), Karate, Backen, Tanzen und Flötenunterricht mit Amadeus (Wolfgang Wackerbauer).
Wichtig sind die Treffen mit den Helfern von Puente, die im Club Central in Trujillo mit leckerem peruanischem Essen stattfinden.

Zur Zeit befindet sich Fiorella (eine peruanische Medizinstudentin, die jeden Samstag freiwillig bei Puente mithilft) in Neustadt, wo sie ein Praktikum absolviert und zum ersten mal Schnee gesehen hat. Im März fliegt sie zurück, um ihr Studium zu beenden.

Es wird also nie langweilig für uns und wir freuen uns schon auf den nächsten Aufenthalt. Dann gibt es wieder einen Wechsel bei den Freiwilligen (wir hoffen, sie sind genauso hilfreich wie die aktuellen) und wir planen, eine Aufgabenbetreuung mit einem Mittagessen für jeden Tag zu organisieren.

Herzliche Grüße an Sie/Euch alle und erneut Danke für die nachhaltige Unterstützung.
Mainz, den 06.03.2020

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Reisebericht Sommer 2019 https://puente-trujillo-peru.com/reisebericht-sommer-2019/ Thu, 05 Sep 2019 17:21:44 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2187 Liebe Mitglieder, Paten und Spender,

unser Aufenthalt ist jedes Mal intensiv und es wird nie langweilig. In den ersten drei Wochen begleitete uns Ralitsa Radkova mit ihrer Familie. Ihre beiden Patenkinder Harys und Nando freuten sich sehr über ihren Besuch.
Harys hat einen internationalen Wettbewerb in Karate zwischen Peru, Chile und Ecuador gewonnen und den roten Gürtel erhalten.

Danach besuchte uns Familie de Greiff mit 3 Kindern und lernte ebenfalls ihre Patenkinder und Puente kennen.
Stefan de Greiff hatte eine sehr gute Idee, wie man Puente weiter ausbauen könnte. Darüber berichte ich, wenn es konkret wird.

Ein sehr wichtiger Punkt war die Umstrukturierung der Abläufe am Samstag, weil uns die vielen Feiern zum Beispiel bei den Besuchen sehr störten. Dann kam jedes Mal der Unterricht zu kurz. Das ist leider in den peruanischen Schulen so. Da gibt es den Tag des Lehrers, des Ceviches (peruanisches Nationalgericht), des Meerschweinchens usw.
Und die Lehrerinnen basteln und basteln, wie bei uns in Kindergarten. Natürlich fällt immer der Englischunterricht aus und inzwischen ist es auch in Peru sehr wichtig Englisch zu können.
Wir haben uns entschlossen, eine Aufteilung vorzunehmen und die Mathematiklehrerin Rosa allein für den Unterricht und die Einteilung der Freiwilligen verantwortlich zu machen. Sie unterstützt Puente nun seit 8 Jahren. Nena übernimmt weiterhin alle Kontakte nach außen und zusammen mit Marta die Einkäufe. Nena ist Directora und Rosa gleichberechtigte Subdirectora.
Auch haben wir einen suspendierten katholischen Priester Wolfgang (in Peru Amadeus) kennengelernt, der mit seiner Familie in der Nähe von Puente lebt. Er spielt 30 Instrumente und hat den Musikunterricht in Puente übernommen.
Wir haben eine venezolanische Familie mit zwei Jungs in Puente aufgenommen. Sie lebten in einem Raum zu viert. Die Situation der 600 000 Venezolaner in Peru ist sehr prekär, da sie keinerlei Unterstützung erhalten außer der Aufenthaltsgenehmigung und die Stimmung in der Bevölkerung ist ähnlich wie bei uns hier, nur dass den Peruanern die Jobs tatsächlich weggenommen werden.

Außerdem haben wir Kontakt mit dem Rotary Club von Trujillo aufgenommen, die uns mit ihren Kontakten unterstützen werden. Ich war ehrlich gesagt etwas skeptisch, weil wir so oft spontane Versprechen der Unterstützung erhalten haben, die aber leider nur Versprechen blieben.

In diesem Fall war es anders. Sie kamen am nächsten Samstag zu fünft, um Puente kennenzulernen.
Sie halten weiter den Kontakt und ein Schulleiter hat spontan ein halbes Stipendium für einen Schüler angeboten.

Die drei Freiwilligen Charlotte, Hannah und Isabel wurden verabschiedet und es fiel allen Beteiligten sichtlich schwer, wobei ihr Start durch eine vierte Freiwillige sehr schwierig war. Erst nachdem wir diese zurück nach Deutschland geschickt hatten, kam Ruhe rein und wir sind sehr mit dem Engagement der anderen drei zufrieden.
In der letzten Woche kamen die vier Neuen: Johanna, Paula, Annika und Henri. Sie sind sehr engagiert und offen.

Wir haben uns während der ersten Woche um sie gekümmert und Regina (unser Patenkind, die Deutsch kann) begleitete sie, damit sie mit den Buslinien zu ihren Einsatzorten kommen.
Regina wird nach abgeschlossenem Psychologiestudium ein einjähriges Praktikum im Epilepsiezentrum Kork absolvieren. Dort hat sie die Gelegenheit, Neues zu lernen und ihre Deutschkenntnisse weiter zu verbessern.

Durch die faire Aufteilung zwischen Puente und St. Toribio (der Behindertenschule, in Peru für spezielle Kinder) haben wir samstags 4 Freiwillige zur Verfügung und können dadurch viel kleinere Gruppen bilden. St. Toribio hat dadurch an 4 Tagen 2 Freiwillige. Natürlich gab es wieder die üblichen bürokratischen Hürden und Aufenthalte beim Notar, an die wir uns immer noch nicht gewöhnen können. Aber für die Kontinuität ist es weiterhin wichtig, dass wir zweimal pro Jahr anwesend sind.
Es erinnert manchmal an einen Spruch von Churchill: Erfolg ist die Fähigkeit sich von einem Misserfolg zum nächsten zu hangeln, ohne die Begeisterung zu verlieren.

Vielen Dank, dass auch Sie die Begeisterung nicht verlieren und uns so nachhaltig unterstützen.
Mainz, den 02.09.2019

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Reisebericht Dezember 2018 – Januar 2019 https://puente-trujillo-peru.com/reisebericht-dezember-2018-januar-2019/ Mon, 01 Apr 2019 10:13:27 +0000 https://puente-trujillo-peru.com/?p=2114

Liebe Mitglieder, Paten und Spender,

Dieses Mal wurden wir mit einem Fest zum 70. Geburtstag von Jürgen empfangen, mit Musik, Aufführungen und kleinen Geschenken für alle.

Jürgen hat dann alle Kinder und Mitarbeiter von Puente zu einem Ausflug ins Schwimmbad eingeladen, wo es Hähnchen mit Pommes gab.

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Liebe Mitglieder, Paten und Spender,

Dieses Mal wurden wir mit einem Fest zum 70. Geburtstag von Jürgen empfangen, mit Musik, Aufführungen und kleinen Geschenken für alle.

Jürgen hat dann alle Kinder und Mitarbeiter von Puente zu einem Ausflug ins Schwimmbad eingeladen, wo es Hähnchen mit Pommes gab.

Wir freuten uns über den Besuch von Prof. Inge Seiffge-Krenke und ihrem Mann, die an der psychologischen Fakultät UPN einen Vortrag über die Bedeutung des Vaters in der Entwicklung des Kindes hielt.

Über Weihnachten erhielten wir weiteren Besuch von unserer Tochter Fee, Schwiegersohn Benjamin mit Tante Barbara, Enkel Alma, Friedrich und Ronja. Diese besuchten einige der ärmsten Familien Zuhause und unterstützten Nena bei ihren Unternehmungen für Puente.

Gemeinsam nahmen wir an der Abschlussfeier der Friseurlehre von Alison teil, was auch in der örtlichen Presse veröffentlicht wurde.

Die Kinder hatten eine weitere öffentliche Aufführung in Trujillo, wozu auch ihre Familien eingeladen waren. Der neue Gesangslehrer Aldrin versteht es, die Kinder zu begeistern und zu motivieren.

Ein weiterer Besuch war Azucena mit ihrem deutschen Mann und Baby, die beim Weihnachtsfest die Heilige Familie darstellten. Azucena hat über Erfahrungen aus Deutschland berichtet.

Für die psychische Betreuung der Familien haben wir eine Übereinkunft mit dem Centro Latino (Ausbildungsinstitut in Kurzzeittherapie nach de Shazer) getroffen. Mit dem leitenden Psychologen und seiner Frau haben wir seit Jahren eine gute kollegiale Beziehung.

Wir führten intensive Gespräche mit den Jugendlichen, die ihren Schulabschluss gemacht haben und haben dabei versucht, realistische Ausbildungsziele mit Ihnen zu erarbeiten. Alle Kinder mit Abschlusszeugnis mit 1 haben 10 Soles Belohnung bekommen und nochmal 10 Soles virtuell, um ihnen zu helfen, mit Geld umzugehen. Wenn sie es nicht ausgeben, erhalten sie dann Zinsen. Durch die große Not in Peru ist es üblich, dass alle von der Hand in den Mund leben.
6 Jugendliche bereiten sich jetzt auf die Aufnahmeprüfung für die staatliche Uni vor. Sie können dann z.B. Lehrer, Sozialarbeiter usw. werden.
Bisher sind bereits 6 Jugendliche von Puente am Studieren.

Gina setzt ihre Ausbildung zur Konditorin fort und unterrichtet in den Ferien die Kinder von Puente. Unser Anwalt hat für sie die Unterhaltsklage gegen den Kindsvater erfolgreich durchgesetzt.
Ansonsten kämpften wir mit den üblichen widrigen Umständen wie Stromausfällen, Internetproblemen und den üblichen bürokratischen Monstern in Peru.

Trotzdem verlieren wir den Mut nicht, denn insgesamt in die Entwicklung gut. Wir haben ein zuverlässiges Team gefunden, das die gleichen Ziele wie wir verfolgt. Das Ergebnis zeigt, dass unser Konzept der engmaschigen Unterstützung durch unsere zweimalige Präsenz pro Jahr das Richtige ist.
Eigenartigerweise gibt es in Peru, mit viel Aufwand zwar, immer eine Lösung für jedes Problem.

Vielen Dank für Ihre/Eure nachhaltige Unterstützung, die das alles möglich macht.

Mainz, den 11.03.2019

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